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Der Saalfelder Wochenmarkt



"Mein Korb gefüllt mit Köstlichkeiten,
die Seele vollgetankt mit Freude,
lass mich von Glücksgefühlen leiten,
bewusst zu leben hier und heute."

Wochenmarkt früher

Das Gefühl, das hier im Gedicht "Wochenmarkt" beschrieben wird, soll von einem Markt auch heute noch vermittelt werden.

Ursprünglich, aufgrund der schlichten Notwendigkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, entstanden, entwickelte sich im Mittelalter häufig der gesamte Stadtkern vom Marktplatz ausgehend.

Als die Menschenansammlungen nach mehr Ordnung verlangten, wurde das Marktrecht
erfunden. Mit ihm war die Stadt gleichzeitig berechtigt, überhaupt einen Markt abzuhalten. Die Kontrolle über das Einhalten der Regeln oblag dem Marktmeister. Die Stadt Saalfeld/Saale
erhielt ihr Marktrecht 1074.

Ein Überbleibsel des altertümlichen Marktwesen sind die Torbögen "Die Liden", unter denen die Händler ihre Stände aufbauten und Waren vertrieben. Der Saalfelder Markt profitierte besonders von der durch die Stadt verlaufende Handelsstraße von Leipzig nach Nürnberg. Den Einkauf auf dem Markt zu erledigen, war früher also etwas Alltägliches.

Wochenmarkt heute

Heute kaufen nur noch wenige Menschen auf dem Markt ein, was einen solchen Einkauf zu einem besonders bewussten und besonderen Erlebnis macht. Auf dem Saalfelder Wochenmarkt finden sich vorrangig Produkte aus dem Thüringer Umland. Besonders für Liebhaber von saisonalen Pflanzen und Gemüsesorten steht ein umfassendes Angebot bereit.

Ein Einkauf fernab von abgepackten und vielgereisten Lebensmitteln aus dem Supermarkt, den Einkaufskorb gefüllt mit Köstlichkeiten, von welchen man auch weiß, woher sie kommen.
Die, von vielen Seiten gelobte, harmonische Stimmung lädt zum Verweilen ein, zum Beispiel mit einem leckeren Broiler vom gleichnamigen Stand.

Das alles macht den Markt wahrhaft zu einem Ort, der die Seele "voll(ge)tankt mit Freude" und zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln anregen kann.

In der Sommerzeit kann man das Angebot des Wochenmarktes dienstags und donnerstags von 7:00 bis 18:00 Uhr, und am Samstag von 7:00 bis 12:00 Uhr nutzen. In der kalten Jahreszeit beginnen die Markttätigkeiten um 8:00 Uhr.