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21 Gertrudiskirche

Die Gertrudiskirche in Graba war stets der geistliche Mittelpunkt des 1922 ins Stadtgebiet Saalfeld eingemeindeten Dorfes Graba. Als Urpfarrei bestand Graba bereits lange vor der Stadtgründung.
Der in Thüringen seltene Gertrudenkult ist fränkischen Ursprungs und wurde anscheinend bereits mit der Entwicklung des ersten Saalfelder Königshofes im 9. Jahrhundert eingeführt.
1228 bis zur Reformation stand die Kirche unter dem Schutz der Benediktinerabtei.
Die Deckengemälde sind in Stuckrahmen eingebettet, sie stellen u.a. ein Engelskonzert und die Allegorien der 12 Ältesten um den Thron Gottes . An der  Fürstenloge sind Monogramm und Wappen des Herzogs Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld eingearbeitet. Als wertvollstes Ausstattungsstück steht im Chor der Kirche der fast 7 m hohe spätgotische Flügelaltar, der kurz vor 1520 vollendet wurde. Als größter bekannter Saalfelder Schnitzaltar bildet er zugleich Höhepunkt und Abschluss der traditionsreichen Saalfeld Bildschnitzkunst des Mittelalters.

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