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09 Saaltor bzw. Engelstor

Direkt am Saaleübergang gelegen, markiert das Saaltor den niedrigsten und zugleich östlichsten Punkt der umwehrten Stadt. Das Tor war die Pforte für den Handelsweg über die Saale in den Orlagau und weiter nach Sachsen und bestand sicher bereits 1365. Der für die Stadtsilhouette - vom Ostufer der Saale aus gesehen - wichtige Torturm hat im Wesentlichen bis heute seinen spätmittelalterlichen Charakter bewahren können.

Ursprünglich bestand das Gesamtensemble mit Haupt- und Vortor aus einem verhältnismäßig niedrigem äußeren Torgebäude, dessen Walmdach den darunter liegenden zinnenbesetzten Wehrgang schützte. Die zum Hauptturm hin verbindenden Seitenmauern besaßen ebenfalls Wehrgänge mit Schießscharten, damit durch dieses zwingerartige Außenwerk ein möglicher Angriff auf das Tor abgefangen werden konnte. 
Das Saaltor trägt ein Satteldach zwischen zwei siebenstufigen Treppengiebeln, die möglicherweise erst bei der Wiederherstellung des Tores nach dem Brand von 1517 aufgebaut worden.

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