Beschreibung drucken

04 Johanneskirche

Die evangelische Kirche St. Johannes ist eine gotische Hallenkirche. Das dreischiffige Langhaus wird im Osten von einem einschiffigen Chor weitergeführt. Die beiden  Türme erhielten erst 1889/90 ihre heutige Gestalt. Die Westfassade umschließt das Hauptportal der Kirche. Zu ihren Besonderheiten gehört die Außenkanzel an der Süd-West-Ecke.
Der Eindruck vom Innenraum wird durch die mächtigen Pfeiler bestimmt. Die lichte Weiträumigkeit des Chores steht im Gegensatz zu dem dunkleren, gedrungen wirkenden Langhaus. Auf der  „Himmelswiese“ im Chorgewölbe konnten aus der Fülle der Blumen und Pflanzen konnten nahezu 80 botanisch bestimmt werden. Die Veronikakapelle wird von einem zierlichen Netzgewölbe überspannt.
Im Inneren der Kirche sind mehrere Grabsteine erhalten, lokalgeschichtliche Bedeutung hat der Grabstein des 1556 verstorbenen Bürgermeisters Jacob Kelz, dem Erbauer des Rathauses.
Die Chorfenster erzählen das Leben Jesu und erklären den Sinn der großen Christustage im Jahr.
Vier Fenster im Seitenschiff enthalten kostbare Glasmalereien aus dem Mittelalter. Sie zeigen Darstellungen von "Maria, der Himmelskönigin", "Anna Selbdritt", und Engeln mit einer Monstranz mit geweihten Hostien. Auf einem ist Johannes, der Täufer, der Namensgeber von St. Johannes, in leuchtend rotem Gewand zu sehen.
Die Orgel auf der Westempore stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert. Das Orgelwerk besitzt 56 Register auf drei Manualen und Pedal und stammt aus dem Jahr 1894. Es wurde 1993 - 1995 restauriert. Die heutige Sauer-Orgel begleitet den Gemeindegesang und das Singen der drei Saalfelder Kirchenchöre: Thüringer Sängerknaben, Mädelchor und Oratorienchor. Im Sommer lädt St. Johannes jeden Mittwoch (20 Uhr) zu Motetten ein.

Weitere Infos finden Sie hier in unserem Flyer!